pokaljaeger


März 2015

Nach einem abgeschlossenen Porsche 911 (Modell 964) Projekt suchte Sascha B. eine neue Herausforderung. Der Porsche wurde verkauft und erste Teile für das neue Projekt erworben. Es sollte ein optisch frühes Modell der Golf 1 Baureihe werden. Für den nötigen Vortrieb sollte ein Saugmotor dienen. Ein passendes Aggregat mit 5TKM Laufleistung wurde in der nahen Umgebung erworben, inklusive einem lang übersetzten Dieselgetriebe.

April 2015

Die Suche nach einer erstklassigen Karosse erwies sich schwieriger als gedacht, da das Angebot an unverbastelten Karossen von Jahr zu Jahr kleiner wird.

Aufgrund der gewünschten Optik mit kleinen Heckleuchten, Metallstoßstangen und einer tadellosen Karosse, stand der Entschluß fest - eine Karosse aus dem Baujahr 1983 optisch der ersten Serie anzupassen. Dadurch sollte das Thema Rost nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

Um die Osterzeit war es dann soweit, eine passende Karosse in marsrot aus dem letzten Baujahr 1983 war gefunden und wechselte den Besitzer.

Eine sehr kostspielige Reisebusrestauration hat den Besitzer dazu bewogen, sich von der Karosse zu trennen.

Mai 2015

Erste Bestandsaufnahme der Karosserie. Ein wirklich sehr guter Zustand. Per Endoskop wurden die Innenschweller begutachtet und verzeichneten wie die Radläufe und Endspitzen keinerlei Rost.

Lediglich die hinteren Seitenfenster und der vordere Scheibenrahmen wiesen kleinere Roststellen auf.

Die Heckklappe wurde duch eine andere ohne Rost ersetzt.

Juni 2015

Für eine bessere Bestandsaufnahme des Fahrzeugbodens wurde das Fahrzeug unterhalb Trockeneis gestrahlt. Ergebnis, alles einwandfrei.

Juli 2015

Bevor es an die Karosseriearbeiten ging, musste das weitere Konzept penibel geplant werden. Da es sich um eine GTI Karosse handelt, passte der Motor ohne große Anpassungsarbeiten. Das Heckblech sollte einem originalen mit kleinen Heckleuchten weichen. Eine größere Herausforderung sind die extrem seltenen Zubehörradlaufverbreiterungen, die es damals von Zender und Ronal gab, welche 1-2cm breiter wie die Serienverbreiterungen sind. Da diese unbedingt zum Einsatz kommen sollten, mussten die Radhäuser teilweise beschnitten und geweitet werden. Soweit die Planung.

Im August sollte es zum Karosseriebauer gehen. Zwischenzeitlich wurden Teile gesammelt, bzw. Teile zur Aufarbeitung vorbereitet und ausgebaut.

August bis September 2015

Die Karosseriearbeiten übernimmt wie bei vielen Fahrzeugen aus unserem Club und der Youngtimerszene Angelo D.. Mit seinem Fachwissen aus über 25 Berufsjahren ist er immer eine gute Adresse.

Das von Sascha B. besorgte Heckblech aus denm Zubehör passte allerdings nicht wirklich gut. An dieser Stelle gilt Robert S. nochmals außerordentlicher Dank, da er sein originales Heckblech bereit stellte.

Oktober 2015

Nach ordentlichen Karosseriearbeiten darf eine entsprechend gründliche Grundierung nicht fehlen. In diesem Fall wurde eine sehr widerstanfsfähige Epoxy Grundierung aufgetragen. Eine Neubildung von Rost ist nachweislich schwieriger, außerdem kann auf diesem Material direkt gespachtelt und gefüllert werden.

November bis Dezember 2015

Die ersten Teile kamen zurück vom Pulverbeschichter und aus der Verzinkerei. Außerdem wurde die kurze Antriebswelle um 2cm gekürzt (spezieller Dank an Sascha K.), damit es bei entsprechendem Tiefgang nicht zu störenden Geräuschen kommt.

Eine weitere wichtige Frage war, welche Felgen sollen zum Einsatz kommen. Dreiteiler waren gesetzt. Die Entscheidung viel auf 8x15 BBS RS, welche aber letztendlich doch nicht zum Einsatz kommen sollten.

Januar - Februar 2016

Im Januar 2016 galt es einen geeigneten Lackierer zu finden, der auch gute Arbeit abliefert. Das dies nicht günstig wird war von vornherein klar. Allerdings war nicht klar, mit welchen Wartezeiten man zu rechnen hat. Die besten Referenzen bei Old- & Youngtimerfahrzeugen in der Region Viersen und die beste Beratung gab es bei "Auto Hartwig GmbH" in Willich. Nachdem man sich einig war, wurde mit den Vorarbeiten im Februar begonnen.

März 2016

Nachdem die Vorarbeiten zur Lackierung durch den Auftraggeber abgenommen wurden, stand die Lackierung auf dem Programm. Drei Farbtöne waren in der engeren Auswahl. Letztendlich viel die Entscheidung auf den Originalfarbton "schwarz uni" allerdings mit einer zusätzlichen Klarlackschicht. Schwarz Hochglanz ist keine leichte Aufgabe für Lackierer auf einer alten Karosse. Das Ergebnis konnte aber überzeugen! Nach der Lackierung wurde das gesamte Fahrzeug angeschliffen und aufpoliert. Abschließend wurde die Karosse noch hohlraumkonserviert.

April - Juli 2016

Nach dem die Karosse wieder in der heimischen Garage eingetroffen ist, ging es behutsam an den Zusammenbau. Zwischenzeitlich hatte unser Sattler, Uwe Moldenhauer aus Anrath, noch eine zu den vorderen Sitzen passende Rückbank angefertigt und einen neuen Himmel eingezogen. Der Motor war dank tatkräftiger Unterstützung vom ehemaligen Clubkollegen Dirk S. zügig eingebaut.

August - Oktober 2016

Nachdem der Zusammenbau grob abgeschlossen war, ging es zur "H-Kennzeichen" Abnahme beim TÜV-Rheinland. Im gesamtem Auf- und Umbauprozess wurde immer wieder das Gespräch zum TÜV gesucht und das weitere Vorgehen gemeinsam abgestimmt.  Nach der erfolgreichen H-Zulassung wurde ein Wertgutachten bei unserem Experten "Sachverständigenbüro Bernd Zimmermann" in Viersen erstellt. Bei den weiteren Test- und Einstellfahrten wurden noch einige technische und optische Verbesserungen vorgenommen. Da die Radlaufverbreiterungen das Radhaus deutlich verkleinern wurden die 8X15 BBS RS eingelagert und durch 8x14 vom gleichen Hersteller ersetzt. Keine Panik, die nicht festgezogene Schraube auf dem Bild mit der Spurstange ist jetzt Fest ;-)